Blick in die Ausstellung (im Detail: Helmut Ditsch, Ötscher, 1998)

Phänomen Landschaft. Malerei, Fotografie, Medien-Installationen

13. November 2004 bis 01. November 2005

Bereich:Kunst

Die Vielfalt und den Facettenreichtum an Formen und Interpretationen der Landschafts-darstellung seit den 1950er Jahren stellt das Niederösterreichische Landesmuseum in einer Sonderausstellung vor. Vielfältig sind auch die Darstellungsformen: rund 80 Werke aus der eigenen Sammlung zeigen in der sowohl chronologisch wie auch künstlerisch-formal ausgerichteten Schau Gemälde, Papierarbeiten, Fotografie und Medien-Installationen.

Mit der Sichtbarmachung von Wahrnehmungsformen der Begriffe Natur und Landschaft sowie der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Thematik ist für einen der wichtigsten Sammlungsbereiche des Landesmuseums ein wesentliches Profil definiert.

Vier Themenkreise erschließen Entwicklungen und Gestaltungsmöglichkeiten des Phänomens Landschaft.
    Landschaft als Farbe – Farbe als Landschaft
„Mit der Zäsur vom Gegenständlichen zum Abstrakt-Informellen wird die Farbe zur Landschaft“, so Carl Aigner, die Autonomisierung der Farbe tritt in den Vordergrund.
Herbert Boeckl, Herbert Brandl, Franz Grabmayr, Hildegard Joos, Arnulf Rainer u. a.
    Landschaft als Konzept – Landschaft als Idee
Vorwiegend über Installationen wird der Blick in Bereiche der Landschaftswahrnehmung gelenkt, die nur über komplexe Medienkonzeptionen sichtbar werden.
Kurt Lang, Marie-Therese Litschauer, Gue Schmidt u. a.
    Landschaft als Vision – Sehnsucht nach vollkommener Landschaft
Das Spektrum reicht von spätsurrealistischer bis phantastischer Vorstellung über Traumlandschaften bis zur Unendlichkeit der Landschaft.
Eduard Angeli, Gunter Damisch, Josef Danner, Helmut Ditsch, Anton Lehmden, Oswald Oberhuber u. a.
    Landschaft als apparative Konstruktion – Landschaft als Medienwahrnehmung
Schließlich geht die Ausstellung der Frage nach, wie Landschaft lediglich durch das Medium der Darstellung (Foto, Video) selbst wahrgenommen und vermittelt wird.
Thomas Freiler, Gerda Lampalzer, Günther Selichar, Fritz Simak, Margharita Spiluttini, Jutta Strohmaier, Robert Zahornicky u. a.

„Anliegen der Ausstellung ist es, anhand exemplarischer Werke zu zeigen, dass die künstlerische Auseinandersetzung und Wahrnehmung von Landschaft sehr eng mit einem gesamtgesellschaftlichen Verständnis und Umgang mit Natur und Landschaft verbunden ist, sei es als Analogie, als Nebeneinander oder als Gegenentwurf.“ (Carl Aigner)

Kurator: Carl Aigner