NÖ Landesmuseum

Neues im Landesmuseum

Sumpfschildkröten-Nachwuchs im Landesmuseum
Nachzucht für vom Aussterben bedrohte Art

Die Europäische Sumpfschildkröte, zu Beginn des vorigen Jahrhunderts noch als Fastenspeise geschätzt und auf Fischmärkten in großer Zahl als Lebendware verkauft, steht heute als durch eingeengte Lebensräume vom Aussterben bedrohte Art auf der Roten Liste gefährdeter Tiere Österreichs und ist streng geschützt.
Im NÖ Landesmuseum in St. Pölten, das ja auch über eine Konzession zur Lebendtierhaltung verfügt, hat man sich dem verantwortungsbewussten und achtsamen Umgang mit diesen Tieren verschrieben, um diese und andere Kostbarkeiten auch für die Zukunft erhalten zu können. Kürzlich sind zehn Sumpfschildkröten-Babys geschlüpft, ihre Eltern leben im Außenbiotop des Museums. Die Nachzuchten im NÖ Landesmuseum stellen somit einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Sumpfschildkröte dar.
Die Schlüpflinge haben eine Panzerlänge von 2,5 Zentimetern und sind nur fünf Gramm schwer. In freier Natur stellen die Eier und frisch geschlüpften Jungtiere ein willkommenes Futter für Füchse, Marder, Vögel und andere Tiere dar. Erst mit zehn bis zwölf Jahren sind die Schildkröten geschlechtsreif, sie haben dann eine Panzerlänge zwischen 15 und 20 Zentimetern; das Gewicht der Weibchen liegt bei rund einem Kilogramm, jenes der Männchen etwas darunter. Als gute Schwimmer ernähren sich Sumpfschildkröten in den Augewässern von Wasserschnecken, Insektenlarven und Krebstieren, gelegentlich auch von Fischen und Amphibien. Aus diesem Grund kann man die kleinen Sumpfschildkröten nicht mit dem gleich nebenan präsentierten Ringelnatter-Nachwuchs aufwachsen lassen.

Tierischer Nachwuchs im Landesmuseum:
Ringelnatter-Babys ab 21. August erstmals in der Öffentlichkeit

Über große Zuchterfolge darf sich das NÖ Landesmuseum seit langem freuen, so auch heuer wieder. Im laufenden Jahr haben bereits etliche Jungtiere das Licht des Museums erblickt: neben Feuersalamandern, Grasfröschen, Smaragdeidechsen und Blindschleichen gab es auch Nachwuchs bei etlichen Fischarten, z.B. bei Elritzen und Bitterlingen.
Die 10 Ringelnattern werden den BesucherInnen in einem neu gestalteten Aqua-Terrarium präsentiert.