Vogel des Jahres: Dohle
Corvus monedula
Das Landesmuseum zeigt im Foyer seit 2011 das „Objekt des Monats“. Dabei handelt es sich um sehr unterschiedliche Dinge wie Neuigkeiten, Aktuelles, Kurioses, alle haben aber jeweils einen direkten Bezug zu Inhalten des Landesmuseum oder ergänzen diese. An der Vogelwand im Naturbereich sind weitere heimische Vogelarten zu sehen.
Die Dohle wurde heute zum „Vogel des Jahres 2012“ von BirdLife Österreich sowie den Partnerorganisationen Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) in Bayern gekürt.
Der früher weit verbreitete Steppenvogel ist auch in Österreich vielerorts selten geworden. Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit an Dörfer und Städte, findet sich die Dohle auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten. Die Intensivierung der Landwirtschaft, die hohe Pestizidbelastung und fehlende Brutmöglichkeiten lassen die Bestände schwinden.
“Als Höhlen- und Nischenbrüter nutzte der schwarz gefiederte Vogel mit den silber-blauen Augen ursprünglich Fels- und Lehmwände. Auch Astlöcher oder verlassene Schwarzspechthöhlen wären geeignete Nistplätze, die es in dieser Form nur noch selten gibt“, so Gerald Pfiffinger von BirdLife Österreich. Zum Rückgang tragen aktuell auch viele Gebäudesanierungen bei, die zwar wichtigen Energiesparzielen dienen, den Dohlen wie auch anderen Gebäudebrütern jedoch Brutplätze in Nischen, Mauerlöchern und Dachstühlen versperren. Als Kulturfolger hatte sich der Brutvogel in der menschlichen Nachbarschaft gut eingerichtet: Hohe Gebäude wie alte Kirchtürme oder Industriekamine boten vorzüglichen Unterschlupf sowie Weiden, Felder und Wiesen einen reich gedeckten Tisch mit Käfern, Heuschrecken, Würmern und Schnecken. Für die Landwirtschaft waren die Dohlen nützliche Helfer bei der biologischen Schädlingsbekämpfung. „Mit dem Verlust von Extensivgrünland und dem starken Einsatz von Pestiziden in der intensiven, großflächigen Landwirtschaft, geht der Dohle heute zunehmend die Nahrung aus“, zeigt sich der Vogelexperte besorgt.
Zit. nach http://www.vet-magazin.com
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