Das Landesmuseum zeigt im Foyer seit 2011 das „Objekt des Monats“.
Dabei handelt es sich um sehr unterschiedliche Dinge wie Neuigkeiten, Aktuelles, Kurioses, alle haben aber jeweils einen direkten Bezug zu Inhalten des Landesmuseum oder ergänzen diese.
Diesmal widmen wir uns den heimischen Honigbienen (Apis mellifera) und ihrer Gefährdung. Das „Objekt des Monats“ ist im Mai ein ganz besonderer Bienenstock.
Er ist eine Schenkung von Franz Kickinger aus Perschenegg und über den Umweg der PHS Englische Fräulein in St. Pölten (jetzt Mary Ward Schule) in die Sammlung des Landesmuseums gelangt. Er wird erstmals öffentlich gezeigt.
Die Besonderheit dieses Bienenstocks liegt darin, dass ursprünglich Honigbienen wild in natürlich vorkommenden, ganzjährig trockenen Baumhöhlen lebten. Durch flächendeckende Forstwirtschaft, Hackschnitzelproduktion und übertriebenes Sicherheitsdenken sind geeignete Bäume in der heutigen Kulturlandschaft nur mehr sehr selten zu finden.
Hauptverantwortlich für das Bienensterben werden neben der Varroa-Milbe Pflanzenschutzmittel der Klasse Nikotinoide gemacht, die zu tödlichen Vergiftungen und anderen Beeinträchtigungen führen: Störungen bei der Nahrungssuche, Verlust der Fähigkeit, Krankheiten und Parasiten abzuwehren. Wie die EU schließlich entscheiden wird, ist noch offen.
Parallel dazu zeigen wir im Museumskino den vielfach preisgekrönten Film „More than Honey“ von Markus Imhoof. Er wurde u.a. mit dem Schweizerischen, dem Bayerischen und dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet und erhielt kürzlich für den besten Kino-dokumentarfilm eine ROMY.
Im Museumsgarten befindet sich neben dem Autümpel ein Bienenstock.
Wir bitten, Ihre Führung spätestens eine Woche vor dem geplanten Termin bei uns anzumelden!
Besucherservice:
Martina Deinbacher E-Mail
T:
+43-2742 90 80 90-999
F: +43-2742 90 80 99