Lebzeltmodeln
Das Landesmuseum zeigt im Foyer seit heuer das „Objekt des Monats“.
Dabei handelt es sich um sehr unterschiedliche Dinge wie Neuigkeiten, Aktuelles, Kurioses, alle haben aber jeweils einen direkten Bezug zu Inhalten des Landesmuseum oder ergänzen diese. Dieses Mal handelt es sich um eine Ergänzung von Museumsinhalten.
„Von Modeln hergestellte Lebkuchen waren Teilerzeugnisse der Lebkuchenbäcker, auch Lebzelter genannt. Zumeist war der Lebzelter auch Wachszieher, die die beiden Produkte Honig und Wachs verarbeiteten, 1282 wird erstmals ein Lebzelter genannt.
Die Waren der Lebzelter wurden in Ständen bei sowohl bei Wallfahrten, als auch auf Märkten und Kirtagen zum Verkauf angeboten.
Durch die Vielfalt ihrer von geschickten Wanderburschen hergestellten Formen fanden sie bei vielen Anlässen, etwa zu Geburts- und Namenstag, aber auch zu den Jahresfesten Weihnachten, Neujahr oder Ostern Verwendung. Bekannt sind sie auch als Christbaumbehang.
Die ausgestellten Model gelangten aus Wiener Neustadt und Krems und dem Waldviertel in die Landessammlung. Von Zuckerbäckern werden sie heute noch hergestellt, oft auch dekorativ verwendet. Der Niedergang des Gewerbes wurde durch die billige Fabriksware beschleunigt.
Grundstoff des Lebkochens ist der mit Süßstoff, zumeist Honig, gesottene Teig, der nach einigen Tagen Lagerung mit Stoffen wie Eiern, Fett, Mandeln oder Früchten 'back- und mundfähig gemacht wird.' “
Dr. Franz Groiss, Sammlungsleiter Volkskunde
Gestaltung: Katharina Daxbeck
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