Apothekergefäß Zinksulfat  Apothekergefäß Zinksulfat

Apothekergefäß | Juli

Apothekergefäß „Zinksulfat“

Leihgeber: Alte Spora Apotheke, St. Pölten


Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis beschreibt die Eigenschaften von Zincum sulfuricum (Zinksulfat, volkstümlich auch Nixpulver, Quittenstein, Zinkvitriol) so: „Farblose Kristalle oder weißes, kristallines Pulver; zusammenziehender, metallischer Geschmack, an trockener Luft verwittert, sehr leicht lösl[ich] in W[asser].“ Angewandt wurde es bei Bindehautentzündungen, als Augentropfen, Mund- und Gurgelwasser, es wirkt entzündungshemmend, austrocknend und blutstillend. Heute ist es nur mehr in der Homöopathie in Verwendung.

Die Apotheke am Herrenplatz wurde erstmals 1626 erwähnt, sie besticht durch alte Verkaufsladen, Stellagen, Stand-gefäße und eine antike Personenwaage sowie ein Gewölbe aus dem 18. Jahrhundert. Der Name geht auf Mag. pharm. Josef Spora zurück, der die Apotheke von 1870-1888 betrieb.

Ebenfalls mit dem Thema Medizin beschäftigen sich die Ausstellungen „Bader, Medicus, Primar – Gesundheitswesen in NÖ“ und „Warzenkraut und Krötenstein – Natur in Volksmedizin und Aberglaube“. Im Museumskino läuft im August der Film „Medizin im Zeichen des Äskulap“.
Dank an Mag. Stephan Öhlzelt für die Leihgabe!
www.altesporaapotheke.at

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